Wärmebrücken lassen sich durch den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkamera wesentlich zuverlässiger aufspüren

In Österreich haben alle Immobilieneigentümer die gesetzliche Auflage, alle 10 Jahre einen Energieausweis anfertigen zu lassen, sofern die Immobile oder Wohnung verkauft oder vermietet wird. Bei Veränderungen der Außenhülle oder der Sanierung eines Gebäudes ist bereits vor Ablauf der 10-Jahres-Frist ein neuer Energieausweis fällig, der bei Vermietung, Verpachtung oder Verkauf vorgelegt und ausgehändigt werden muss. Das gilt übrigens auch für einzelne Wohnungen innerhalb eines größeren Gebäudes. Sinn und Zweck dieses Ausweises ist es, den tatsächlichen Energiebedarf und die Energieeffizienz der Immobilie nachzuweisen. Diese Informationen sollen dabei helfen, unnötige Energieverluste zu vermeiden und Maßnahmen zur Energieeinsparung zielgerichtet umzusetzen. Für eine solche thermische Sanierung sind Aufnahmen mit Wärmebildkameras, die sogenannte Gebäudethermografie, besonders wichtig. Sie zeigt für das menschliche Auge ansonsten unsichtbare Wärmebrücken sehr deutlich auf. Unzugängliche Stellen oder Gebäudeteile, die überhaupt nicht vom Boden aus einsehbar sind, lassen sich mit einer Drohne mit Wärmebildkamera aus der Luft problemlos inspizieren.

Kontaktieren Sie uns
Drohnen-Wärmebild eines Hauses mit Temperaturauswertung
Gebäudethermografie mit Temperaturmessung in Schwarz/Weiß/Rot

Warum ist die Gebäudethermografie so wichtig?

Von einer Wärmebrücke (oder auch Kältebrücke) spricht man, wenn über undichte Teile der Gebäudehülle ein Temperaturaustausch mit der äußeren Umgebung stattfinden kann. Im Winter bedeutet dies, dass Heizenergie wirkungslos nach draußen gelangt und die Heizkosten hochtreibt. Außerdem ist das natürlich schlecht für die Umwelt, weil der Heizbedarf höher ist als er eigentlich sein müsste. Im Sommer spricht man hingegen von einer Kältebrücke, wenn sich das Gebäude durch Sonneneinstrahlung stärker aufheizt, als es der Fall wäre, wenn es solche Undichtigkeiten nicht gäbe. Energieverluste erfordern dabei übrigens kein großes Loch in der Wand. Über schlecht gedämmte Dachkonstruktionen, unzureichend abgedichtete Fenster und Türen sowie durch falsches Heizverhalten können Wärmebrücken innerhalb des Gebäudes entstehen. Mit einer Wärmebildkamera lassen sich die Temperaturunterschiede sichtbar machen und somit problematische Stellen einfacher identifizieren.

Durch Aufspüren von Lecks größere Schäden vermeiden

Nicht immer geht es bei der Gebäude Thermografie nur um die Energieeffizienz. Oftmals werden Wärmebildkameras dazu eingesetzt, um versteckte Schäden an Warmwasserleitungen oder Fußbodenheizungen zu entdecken, die sich andernfalls erst später auf dramatische Weise bemerkbar machen würden. Frühzeitige Intervention kann die Kosten für die Behebung solcher Beschädigungen in Grenzen halten und insbesondere teure Folgeschäden (auch in Wohnungen anderer Bewohner) vermeiden helfen. Auch hier gilt, dass eine Drohne aufgrund ihrer hohen Flexibilität einfacher an unzugänglichen oder versteckten Stellen eingesetzt werden kann.

Die Drohne liefert aussagekräftigere Daten bei der Gebäudethermografie

Die Durchführung einer Gebäude Thermografie für die Ausstellung eines Energieausweises muss durch entsprechend qualifiziertes Fachpersonal erfolgen. Energieberater verwenden meist tragbare Wärmebildkameras, die Wärmebrücken innerhalb und außerhalb des Gebäudes aufspüren sollen. Je nachdem, wie ein Gebäude aussieht, hat die händische Überprüfung allerdings ihre Grenzen. So kann die Kamera vom Boden aus immer nur einen Teil der Gebäudehülle abbilden. Insbesondere das Dach wird häufig nur unzureichend erfasst. Für eine umfassende Einschätzung sind dann mitunter gefährliche und aufwändige Kletterpartien erforderlich. Wirklich problematisch wird es, wenn ein Haus nicht von allen Seiten einsehbar ist und die Thermografie nicht alle Bereiche erfassen kann. Aus der Luft lassen sich fast alle Perspektiven perfekt darstellen. Mit unserer Drohnen-Thermografie wird Ihr Energieausweis nicht nur aussagekräftiger, sondern kann in vielen Fällen auch sehr viel schneller ausgestellt werden. Und auch in Innenräumen kann der Einsatz einer Drohne für die Thermografie von Vorteil sein. Schwer zugängliche Ecken und Winkel in sehr hohen Räumen (z. B. in großen Hallen) oder unter dem Dach lassen sich mit Drohnenflügen problemlos erreichen.

Drohnen Wärmebildradiometrie schwarz/weiß

Maßnahmen zur thermischen Sanierung effizienter planen und umsetzen

Mit den Informationen aus dem Energieausweis haben Sie eine Hilfestellung, um künftige Sanierungs- und Umbaumaßnahmen zielgerecht und effizient zu planen. Aufgrund unserer großen Erfahrung können wir Ihnen im Rahmen der Gebäude Thermografie auch gleich Handlungsempfehlungen an die Hand geben, mit denen Sie die Probleme anhand Ihrer Wichtigkeit priorisieren können. Die Daten unserer Hochleistungskameras decken Schäden auf und können auch unsichtbare Probleme identifizieren, bevor sie teure Folgen nach sich ziehen. Kontaktieren Sie uns gerne für eine individuelle Beratung zur Ausstellung Ihres Energieausweises oder für die Analyse von Schäden nach Unwettern für die Versicherung.

Kontaktieren Sie uns

Weitere Einsatzgebiete einer Drohne mit Wärmebildkamera

Zum Projekt

Fragen und Antworten zur Gebäudethermografie mit Drohnen

  • Was ist Gebäudethermografie?

    Die Gebäudethermografie ist eine Methode zur sichtbaren Darstellung von Wärmeverlusten, Wärmebrücken oder zum Aufspüren von undichten Stellen mit Hilfe einer Wärmebildkamera. So lässt sich feststellen, wo sich die Schwachstellen in der Dämmung eines Hauses befinden und kann zur Planung von Sanierungsarbeiten oder zur Erstellung eines Energieausweises genutzt werden. Die Gebäudethermografie ist eine nicht-invasive Messmethode, die keine Schäden am Gebäude verursacht.

  • Warum macht Gebäudethermografie per Drohne Sinn?

    Drohnen bieten den entscheidenden Vorteil, dass sie schwer zugängliche oder unzugängliche Orte leicht erreichen können und Bilder aus jeder denkbaren Perspektive liefern. Moderne, dem Industriestandard entsprechende Drohnen sind mit hochauflösenden Wärmebildkameras ausgestattet, die radiometrische Daten zur Temperaturmessung liefern. Ein weiterer Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden der Gebäudethermografie ist, dass sogar das Dach eines Gebäudes schnell und kostengünstig thermisch untersucht werden kann.

  • Welche Art von Kamera wird bei der Gebäudethermografie per Drohne verwendet?

    Bei der Gebäudethermografie werden Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt, um die Infrarotstrahlen eines Objekts in sichtbares Licht umzuwandeln. Darüber hinaus können wir die radiometrischen Daten mit einer Software auslesen und so die Temperatur punktgenau bestimmen.

  • Welche Vorteile bietet die Gebäudethermografie mit einer Drohne im Vergleich zu herkömmlichen Methoden?

    Drohnen können schnell und kostengünstig selbst große Gebäude oder Dachflächen inspizieren und hochauflösende Wärmebilder oder RGB-Bilder liefern. Es ist auch eine sichere Methode für Menschen, da man nicht auf hohe Dächer steigen oder sich an schwer zugängliche Stellen wagen muss.

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um ein Gebäude mittels Thermografie mit einer Drohne zu inspizieren?

    Für die Gebäudethermografie mit einer Drohne benötigen Sie eine Drohne mit einer hochauflösenden Kamera, einen Drohnenpiloten mit der nötigen Lizenz und Erfahrung und je nach Aufnahmegebiet eventuell eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde. Darüber hinaus wird eine Software benötigt, um die Wärmebilder auszuwerten und die Temperaturdaten der auffälligen Bereiche darzustellen und zu dokumentieren.

  • Was sind die Anwendungen der Gebäudethermografie mit Drohne?

    Drohnen werden eingesetzt, um Wärmebrücken und schlecht isolierte Bereiche aufzuspüren, Fenster und Türen zu überprüfen, Dächer und die Isolierung eines Gebäudes zu kontrollieren. Darüber hinaus ist es auch möglich, nasse oder undichte Stellen auf Dächern oder Flachdächern zu identifizieren.